MINT an unserer Schule
Lernen mit Neugier, Technik und Kreativität
Seit dem Schuljahr 2024/25 sind wir mit dem MINT-Gütesiegel ausgezeichnet. Diese Zertifizierung haben wir dafür erhalten, dass MINT-Themen einen fixen und lebendigen Bestandteil unseres Schulalltags darstellen. Zudem haben wir uns über den eEducation-Expert-Status sehr gefreut, mit dem wir ebenfalls ausgezeichnet wurden.
MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. An unserer Schule verstehen wir MINT jedoch nicht als Aneinanderreihung einzelner Fächer, sondern als offenes Lernfeld, das sich eng an der kindlichen Lebenswelt orientiert. Kinder dürfen bei uns experimentieren, entdecken, Erfahrungen sammeln – Fachgrenzen verwischen dabei ganz selbstverständlich.
Wir können dabei auf eine sehr gute technische Ausstattung setzen, die vielfältige Lernmöglichkeiten eröffnet. Dabei geht es uns nicht um Digitalisierung um ihrer selbst willen, sondern um ein behutsames Begleiten der Kinder in einer sich stark verändernden Lebenswelt. Technik wird bei uns sinnvoll, altersgerecht und reflektiert eingesetzt. So sind Lernroboter mittlerweile ein fixer Bestandteil des Unterrichts und fördern spielerisch logisches Denken, Problemlösekompetenz und Teamarbeit.
Ein besonderes Highlight ist die enge Zusammenarbeit mit unserem Partnerverein „Fuchsbau“, der in unseren Räumlichkeiten ein Education Maker Lab betreibt. Hier verbinden wir Digitalität und Handwerk, ganz im Sinne des Lehrplans Technik und Design. Mit Geräten wie dem Lasercutter sammeln die Kinder intensive Materialerfahrungen, während 3D-Drucker neue Zugänge im Geometrieunterricht eröffnen und räumliches Denken fördern.
Infos zum Fuchsbau unter www.vereinfuchsbau.at
Forschen, matschen, staunen: Am beliebtesten bei den Kindern sind jedoch oft nicht die High-Tech-Geräte, sondern die vielfältigen Materialien und der Freiraum, den der Raum bietet. Und wer hätte gedacht, dass trotz Robotern, Platinen und moderner Technik die Schleimproduktion das absolute Highlight ist? Plötzlich werden exaktes Messen, Wiegen und chemische Prozesse ganz nebenbei lebendig – Lernen, das begeistert und im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar ist.
Informatische Kompetenzen brauchen keinen Bildschirm: Mit dem CS Unplugged-Ansatz vermitteln wir die Grundlagen des logischen Denkens spielerisch und völlig analog. Ob durch den gezielten Einsatz des digi.case oder indem ‚Roboter‘ im Turnunterricht programmiert werden – wir bauen die notwendigen Fähigkeiten zuerst offline auf. So ist es kein Wunder, dass der Schritt zu ersten Programmiererfahrungen, etwa mit Scratch, danach ganz leichtfällt.
Ein weiterer Zugang innerhalb unserer Maker Education sind immersive Lernformen wie AR und VR. Auch hier steht nicht das bloße Staunen im Vordergrund, sondern der Blick hinter die Kulissen. Auf kindgerechte Weise setzen sich die Schülerinnen und Schüler damit auseinander, wie diese Technologien funktionieren. So werden eigene Hologramm-Projektoren gebaut und VR-Brillen aus Karton kurzerhand selbst produziert – Lernen durch Tun im besten Sinne.
Auch das Thema Künstliche Intelligenz hat an unserer Schule seinen Platz. Weg von einem reinen „Wow, was das alles kann“, hin zu einem grundlegenden Verständnis von Machine Learning und Deep Learning. Kinder lernen, dass KI nicht „magisch“ ist, sondern auf Daten und Mustern beruht.
Um digitale Technologien kritisch, verantwortungsvoll und selbstbestimmt nutzen zu können, braucht es Wissen. Deshalb ist Medienkompetenz ein fixer Bestandteil unseres Schulalltags – als Grundlage dafür, sich sicher, reflektiert und neugierig in einer digitalen Welt zu bewegen.
Wer sagt eigentlich, dass nur Kinder bei uns die Schulbank drücken? Bei unserem Symposium „Digitale Lernwelten“ am 25. 03.2026 haben wir den Spieß umgedreht und unsere Schule für Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Land geöffnet. Unter dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“ wurden Erfahrung im gezielten Einsatz von Tablets, Robotik und digitalen Tools weitergegeben. Der Fokus lag auf dem direkten Transfer in den Unterrichtsalltag. Dabei wurde deutlich: Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen ist unglaublich wertvoll, um gemeinsam die Schule von morgen zu gestalten. Dass wir dabei selbst auch immer wieder Neues lernen, gehört für uns zum Selbstverständnis einer Volksschule.